Kulturforum Görlitzer Synagoge wird 5 Jahre alt – und freut sich auf die Nachfahren der Görlitzer Juden
Jüdische Gedenkwoche im “Tacheles”-Jahr mit Konzert, Ausstellung und Synagogenfest
115 Jahre Neue Synagoge – 5 Jahre Kulturforum. Diese beiden kleinen Jubiläen prägen das aktuelle Programm im Kulturforum Görlitzer Synagoge. Mit mehr als 70 Veranstaltungen aller Art sowie drei Sonderausstellungen erlebt das Kulturdenkmal in der Görlitzer Innenstadt ein besonders intensives und facettenreiches Jahr.
Einen Schwerpunkt bildet dabei das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, das unter dem Motto „Tacheles“ steht. Das Kulturforum Görlitzer Synagoge zählt zu den wichtigsten Akteuren dieses Jahres – neben Leipzig, Chemnitz und Dresden. Anders als dort gibt es in Görlitz jedoch seit der NS-Zeit keine jüdische Gemeinde mehr. Die nationalsozialistische Gewaltherrschaft löschte zwischen 1933 und 1945 auch in Görlitz das jüdische Leben aus.
Viele Familien pflegen jedoch wieder enge Verbindungen in die Heimatstadt ihrer Vorfahren. Auf Einladung von Lauren Leiderman kommen 130 Angehörige aus aller Welt nach Görlitz. Die gebürtige Amerikanerin lebt seit einigen Jahren in Görlitz und forscht intensiv zum Leben der Görlitzer Juden.
Die Jüdische Gedenkwoche vom 22.-28. Juni ist ein Höhepunkt des Veranstaltungsjahres im Kulturforum Görlitzer Synagoge und des Tacheles-Jahres in Sachsen.
So wird am Mittwoch, 24. Juni, eine neue Sonderausstellung über das Leben der jüdischen Familien nach 1900 eröffnet. Lauren Leiderman und Dr. Markus Bauer haben diese Ausstellung für den Förderkreis Görlitzer Synagoge erarbeitet. Die Ausstellung wird im Rahmen eines Oberbürgermeister-Empfangs für die jüdischen Gäste um 17 Uhr eröffnet.
Am Sonnabend, 27. Juni, führt ein Konzert im Kuppelsaal der ehemaligen Synagoge zurück in die 1920er Jahre. Die Sächsische Bläserphilharmonie spielt gemeinsam mit der Wiener Sängerin Ethel Merhaut und ihrer Jazzband Unterhaltungsmusik der großen Berliner Showbühnen jener Zeit. Das Konzert steht unter dem Titel „Berlin & Babylon. Bitter & süß.“
Abgeschlossen wird die Jüdische Gedenkwoche am Sonntag, 28. Juni, mit einem Synagogenfest. Dazu lädt der Förderkreis gemeinsam mit der Görlitzer Kulturservicegesellschaft ein. Das Fest lädt von 14 – 18 Uhr zu Kaffee und Kuchen, Musik und Kommunikation in den Garten der ehemaligen Synagoge ein. Für die Menschen der Region ist dies eine Gelegenheit, mit den jüdischen Gästen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen.
Neben den besonderen jüdischen Akzenten setzt das Kulturforum Görlitzer Synagoge verstärkt auf pop-kulturelle Angebote. Am 4. September ist das Trio „Wildes Holz“ mit Rock-Klassikern auf der Blockflöte (plus Gitarre und Bass) zu Gast. Am 2. Oktober lädt das Chanson-Duo „Pariser Flair“ zu einem musikalischen Rundgang durch die französische Metropole ein. Und am 4. Dezember wird es vorweihnachtlich süß und lecker: Die Thüringer Popmusikerin Christina Rommel kommt mit einem Chocolatier, der live auf der Bühne feine Pralinen herstellt. „Schokolade. Das Konzert.“ So lautet der Titel dieses genussvollen Abends.
Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen unter
www.kulturforum-goerlitzer-synagoge.de

